Geschichtsprojekte - Spurensucher berichten

Geschichtprojekttage 2017

Klassenstufe 5

Klassenstufe 6

Klassenstufe 7

GesProTage2017-002Geschichtsprojekt der Klasse 7d

Die Klasse 7d unternahm am 04.04.2017 ein Geschichtsprojekt in der Lutherstadt Wittenberg. Um 07:45 Uhr trafen alle pünktlich am Marktplatz ein. Von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr besuchten wir verschiedene historische Orte, wo je zwei Schüler die besondere Bedeutung dieses Ortes genauer vorstellten. Unsere letzte Station war das Melanchtonhaus, welches wir mit Hilfe eines Lückentextes erkundeten. Schließlich sammelten wir uns um 11:45 am Marktplatz und teilten uns in Gruppen auf. Jede Gruppe bekam eine andere Aufgabe. Um diese auszuwerten, trafen wir uns um 12:35 Uhr nochmals auf dem Markt. Gegen 13:00 Uhr war das Geschichtsprojekt beendet. An diesem Tag gewannen wir viele interessante Informationen über die Stadt Wittenberg als bedeutsame Stätte der Reformation rund um Luther.

Klassenstufe 8

GesProTage2017-001

Besuch des Wörlitzer Parks (Klasse 8b)

Am 4. April sind wir, die Klassen der Jahrgangsstufe 8, im Rahmen der Geschichtsexkursion mit dem Bus in den Wörlitzer Park gefahren. Nach der Ankunft trennten sich die einzelnen Klassen, um die von den Schülern selbst vorbereiteten Vorträge über Teile des Wörlitzer Parks vorzustellen. Anschließend  begann die zweieinhalb stündigen Führung durch die Wörlitzer Parkanlagen. Wir starteten im Schlossgarten, hier erfuhren wir viel über die Entstehung und Geschichte. Während der Besichtigung der verschiedenen Teile des Parks überquerten wir viele Brücken und fuhren auch mehrmals mit kleinen Personenfähren. Unser Gruppenleiter machte uns besonders auf die „Sichtachsen“, welche bei der Anlage des Parkgeländes eine große Rolle gespielt haben, aufmerksam. Besonders faszinierte uns die Kettenbrücke. Insgesamt war es ein interessanter und aufschlussreicher Tag, welcher uns allen viel Spaß gemacht hat.

GesProTage2017-008Wanderausflug in den Wörlitzer Park

Am 04.04.2017 unternahmen die 8. Klassen eine Exkursion in das Wörlitzer Gartenreich.
Sonniges, schönes Wetter und eine gute Motivation begleiteten die Schüler durch ihren Tag.
Zum Beginn hörten wir einige informative Vorträge über die Vielfalt des Wörlitzer Parks. Nachdem alle ihr Wissen erweitert hatten, legten wir eine kurze Pause ein.

Darauf folgte eine 2-stündige Führung durch den Park. Wir entdeckten ihn von seinen schönsten Seiten und konnten uns von seiner Artenvielfalt begeistern lassen. Spannende Augenblicke wie eine Bootsfahrt über den See, das Überqueren der Hängebrücke sowie das Betrachten des Vesuvs aus der Ferne waren nicht wegzudenken.

Wusstet ihr schon?

Der nachgestellte Vesuv aus Italien ist ein super tolles Erlebnis für die ganze Familie. Er wird alle
3 Jahre künstlich ausgelöst. Durch eine Hebelfunktion wird Wasser aus dem See in den Vulkan befördert. Bei einer chemischen Reaktion wird das Wasser aus dem Vulkan hinaus katapultiert und fließt durch eine Maske aus dem „Mund“ des Vulkans. Mit bengalischen Lichtern wird das Wasser illuminiert, sodass es uns dem Anschein nach wie Lava erscheint.

Der Ausflug in das Wörlitzer Gartenreich erschien uns allen als ein sehr tolles und spaßiges Erlebnis. Es wurden viele Informationen mit auf den Weg gegeben, die einem in Erinnerung bleiben. Wer den Wörlitzer Park noch nicht kennt, für den lohnt es sich, ihm einen Besuch abzustatten - es ist nur weiter zu empfehlen.

S. Okanoya, Y. Wassermann

GesProTage2017-003Geschichts-Projekttag 2017 (Klasse 8d)

Am Dienstag, dem 03.04.2017, erforschten wir, die Klassen 8a-d, den Wörlitzer Park. Um ca. 9.00 Uhr kamen wir, wenn auch ein bisschen verspätet am Wörlitzer Park an. Von dort aus liefen wir klassenweise durch den Park und hörten uns die Vorträge unserer Mitschüler und Mitschülerinnen an. Hierbei haben wir auch erfahren, dass der künstliche Vulkan auf der Felseninsel Stein dem Vesuv nachempfunden ist und von Fürst Leopold III.  in Auftrag gegeben wurde. Danach hatten wir erstmal eine kleine Pause, um etwas zu essen und zu trinken. Und dann ging es auch schon mit der Führung durch den gesamten Park weiter. Unsere Führer erzählten uns etwas über die Geschichte und die einzelnen Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss und natürlich auch den 16 verschieden gestalteten Brücken, die im ganzen Park verstreut sind. Wir haben auch erfahren, dass der Wörlitzer Park eine typische englische Gartenanlage ist und zum UNESCO- Welterbe gehört. Natürlich waren wir nicht nur zu Fuß im Park unterwegs, sondern auch mit der Fähre, aber trotzdem waren wir am Ende des Tages froh nicht zur Schule zurück laufen zu müssen. Alles in allem war es ein schöner und lustiger Tag und es war spannend Geschichte auch mal praktisch zu erleben!

Klassenstufe 9

Klassenstufe 10

GesProTage2017-007Geschichtsexkursion zur ehemaligen innerdeutschen Grenze nach Helmstedt

Unser geschichtlicher Ausflug begann am frühen Mittwochmorgen vor dem Lucas-Cranach-Gymnasium. Alle Schüler der zehnten Klassenstufe fieberten dem bevorstehenden Tag entgegen. Kurze Zeit später fuhren bereits die Busse vor; noch ein letzter Check, ob alle Schüler anwesend waren und dann konnte die Fahrt beginnen.
Nach gut zwei Stunden erreichten wir Helmstedt. Hier grenzte die russische an die britische Besatzungszone. Unser erster Programmpunkt war deshalb das Grenzzonenmuseum im Herzen der Stadt.
Dort wurden wir von unserer Reiseführerin erwartet, die uns viel Hintergrundwissen vermittelte. Nach der Spaltung Deutschlands befand sich hier die innerdeutsche Grenze  und Helmstedt gehörte zu den wichtigsten Grenzübergangsstellen.

Im Anschluss an den Museumsbesuch fuhren wir mit dem Bus am früheren Grenzstreifen entlang. Zäune und Wachtürme sind noch erhalten. Die Schüler konnten wirklich gut nachempfinden, wie vor 60 oder 70 Jahren hier einmal ausgesehen haben muss. Auch bei vielen anderen Jugendlichen machte sich große Neugierde und Erkundungslust breit. Jonas Heede beschrieb: „Es ist faszinierend einen Einblick in diese Thematik zu erhalten. Jetzt betrachte ich einige geschichtliche Dinge mit anderen Augen.“

Doch unsere Exkursion war noch nicht ganz abgeschlossen. Das Bewegendste  folgte zum Schluss: Der Besuch der Grenzübergangsstelle  Helmstedt-Marienborn. Dort erwartete uns Schüler ein fast komplett erhaltenes Areal sowie ein Museum, in dem uns beeindruckende Originalzeugnisse der damaligen Zeit wie Reisepässe, Fotos und Uniformen gezeigt wurden.

Daraufhin neigte sich ein informativer, aber dennoch anstrengender Tag dem Ende zu. Die gesamte Klassenstufe 10 bedankt sich bei den Fachlehrern sowie den Reiseführern für die gelungene Organisation des Tages.

Paul Damm, 10b

GesProTage2017-004GesProTage2017-005GesProTage2017-006

GesProTage2017-009Klassenstufe 11

Wirtschaftlicher Aufbruch und Zwangsarbeit in der Lutherstadt Wittenberg

Am Mittwoch, dem 5. April 2017, folgten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen den Spuren der Industrialisierung in Wittenberg, Piesteritz und Apollensdorf.  Aufgeteilt in ein eher geographisch-historisch ausgerichtetes Team unter Leitung von Herrn Pannicke und eine klassisch historisch ausgerichtete Equipe unter Federführung von Herrn Fuchs ging es für viele Schülerinnen und Schüler erstmals auf eine "große" Radtour durch die Stadt.

Das Wetter passte sich zum Auftakt ein wenig an den Gemütszustand der Teilnehmer an, es war zunächst etwas reserviert und trübselig, wurde dann mit der Zeit aber immer besser. Ähnliches konnte ja auch zur Entwicklung der Stadt Wittenberg gesagt werden. Erst nach der Entfestigung der Stadt auf Befehl Kaiser Wilhelm des I. 1873 legte die Stadt ihren wirtschaftlichen "Dornröschenschlaf" ab. Zwar gab es zu diesem Zeitpunkt bereits schon eine Eisenbahnverbindung mit anderer Streckenführung (1841 - Alter Bahnhof) als heute, aber ein Wachstumsschub setzte erst mit der Entfestigung nach Osten und Westen in Wittenberg ein. Dabei liefen die erste und zweite Phase der Industrialisierung in Wittenberg zeitgleich ab. Während der Gründerkrach aufstrebende Entwicklungen allerorts abrupt abbremste, blieb Wittenberg von diesen Folgen weitgehend verschont. Nach der Lückenbebauung in Richtung Kleinwittenberg mit den Unternehmen Kant, Joly und Thompson gepaart mit dem Elbhafen und der Hafenbahn folgten in westlicher Richtung später die großen Chemiebetriebe mit den Stickstoffwerken, den Vorläufern des Gummiwerkes und der WASAG. Gerade der Auf- und Ausbau der großen Chemiebetriebe vollzog sich unter Einsatz von Zwangsarbeit, sowohl im  Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg. Das Wittenberg als ein Standort für die Rüstungsindustrie enorm profitierte, davon zeugen heute noch zahlreiche Siedlungen, wie Apollensdorf-Nord, Gebäude in Reinsdorf oder die Häuserzeilen beiderseits des Weges zur Volksparkturnhalle. Die Aufarbeitung dieses Geschichtskapitels hat gerade erst begonnen. Hier hat die ehemalige Schülerin des LCG, Johanna Keller, durchaus Pionierarbeit geleistet, wie es u.a. am Erinnerungsort des ehemaligen Strafgefangenenlagers Elberegulierung Griebo nachhaltig zu sehen war. Demgegenüber wirkte die Idylle des dörflichen Ursprungs Piesteritz schon fast gespenstisch ruhig und wies nichts vom städtischen Charme einer Werkssiedlung auf. Dort am Torhaus endete die Radreise nach ca. 25 km. Größere Pannen oder Defekte traten diesmal nicht auf. Zum Abschluss schien sogar die Sonne. Beladen mit neuen Eindrücken von bisher eher unbekannten Orten und Stätten ging es nun für alle Beteiligten heimwärts.

K. Fuchs
FSL Gesellschaftswissenschaften

Klassenstufe 12

Eine letzte Exkursion mit gemischten Gefühlen

Am Mittwoch, dem 05.04.2017, ging es für den Jahrgang 12 zum letzten Mal auf Wandertag. Im Zeichen der Wendegeschichte fuhren alle drei Klassen gemeinsam nach Berlin und besichtigten die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Das trübe Wetter an jenem Tag ließ die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit noch düsterer und trister erscheinen, als sie ohnehin schon ist. Unterstrichen wurde dieses beklemmende Gefühl durch eine Führung über das Gelände der Anstalt. Diese erwies sich deshalb als besonders eindrucksvoll, weil sie nicht etwa von einem Historiker, sondern einem Zeitzeugen gemacht wurde. So wurden wir direkt in den Zellen Hohenschönhausens mit Hilfe realer Erfahrungen der Ex-Häftlinge über die vergangenen Gräueltaten gegenüber politischen Gegnern der Stasi aufgeklärt. In einer nachfolgenden Gruppenarbeit werteten wir unsere Erkenntnisse gemeinsam aus und beendeten den letzten Wandertag unserer Schulzeit individuell mit ein wenig Freizeit in Berlin.

Resümierend kann ich für meinen Teil sagen, dass mir vorher kaum bewusst war, dass auch die Stasi körperliche und psychische Folter an politischen Häftlingen ausübte und wie sehr ein auf Freiheit und Demokratie bedachter Mensch während der kommunistischen Gewaltherrschaft in der DDR leiden musste. Auch die Arbeitsweisen und Spionagetechniken der Stasi haben wir genauer untersucht und erschreckt festgestellt, wie sehr der ehemalige Geheimdienst die Menschen aufeinander hetzte und durch Machtmissbrauch zu unterdrücken versuchte. Dennoch kramten wir nicht nur in der Vergangenheit — Geheimdienste sind weltweit ein aktuelles Thema und der Besuch in Hohenschönhausen hat uns somit auch einen Denkanstoß für unser eigenes Leben mit auf den Weg gegeben und uns darüber nachdenken lassen, was wir wem wirklich preisgeben sollten, gerade im Internet.

Anika Würz


Geschichtprojekttage 2016

Klassenstufe 5

Am 09.04.2016 haben wir viel über unsere Werkssiedlung gelernt. Zuerst sahen wir uns mit Frau Dr. Folgner einen Film in der Aula an. Dann starteten wir in kleinen Gruppen, um Rätsel zu lösen. Wir lernten nette Leute kennen und hatten viel Spaß. Danach mussten wir jeder ein Elfchen dazu schreiben und unsere Erlebnisse aufmalen. Es war zwar etwas schwer, aber es war ein toller Tag und wir hätten gerne noch mehr solcher Tage.

Pauline Steinbiß 

Klassenstufe 6

Am 05.04.2016 waren alle 6. Klassen in Wittenberg.
Das Thema war:Wittenberg als ehemalige Stadt und Festungsanlage!
Alle Klassen wurden in 4 Gruppen eingeteilt und besichtigten Wittenberg in 2 verschiedenen Touren, die durch ganz Wittenberg führte. Wir besichtigten zum Beispiel den Stadtpark, das alte Rathaus und den Campus der Leucorea. Außerdem bekam jede 6. Klassen eine Führung durch das neu erbaute Stadthaus. Wir fanden, der Tag hat viel Spaß gemacht und freuen uns auf den Geschichtsprojekttag nächstes Jahr.

Niklas Hoffmann

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Klassenstufe 7

Am Dienstag, dem 5.April 2016, führten wir unseren alljährlichen Geschichtsprojekttag durch. In diesem Jahr ging es für die 7.Klassen um das Thema Reformation. Unsere Aufgabe war es, als Zweiergruppe zuhause einen Vortrag über ein Gebäude oder eine Person aus der Reformationszeit vorzubereiten. Die erstellten Texte präsentierten wir bei einem Stadtrundgang. Anschließend erkundeten wir die Lutherhalle und vervollständigten einen Lückentext. Zuletzt teilten wir uns in Gruppen auf und arbeiteten an unterschiedlichen Aufgaben. Zum Beispiel galt es folgende Frage zu beantworten: Welche Dinge, die es heute in Wittenberg zu kaufen gibt, haben mit der Reformation zu tun?

Es war ein sehr interessanter Projekttag und eine schöne Abwechslung zum Schulalltag.

Simon Ziegler, Klasse 7d

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Klassenstufe 8

Am  5.April 2016, sind alle 8. Klassen mit dem Bus in den Wörlitzer Park gefahren. Dort angekommen wurden wir klassenweise aufgeteilt. Zusammen mit einem Parkführer und unserem Lehrer haben wir den Park bei schönem Wetter erkundet. Nach der Führung und einzelnen Schülervorträgen hatten wir Freizeit, die jeder anders verbrachte. Neben vielfältigen Pflanzen aus aller Welt (s. Fotos), haben wir einige Tiere gesehen. Die Parkführer waren sehr freundlich und versuchten unseren Aufenthalt lehrreich und spannend zu gestalten. Was uns erstaunt hat, war, wie viele verschiedene Dinge man im Park entdecken kann und welche Geschichte dahinter steckt. Vor allem die Sichtachsen waren sehr interessant. Unser Guide informierte uns darüber, dass dieses Jahr am 19.und 20. August der Vulkanausbruch nachgestellt wird und wir alle recht herzlich dazu eingeladen sind. Dieser Ausflug war eine schöne Abwechslung zum normalen Schulalltag.

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Klassenstufe 9

Besuch der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin - eine aufschlussreiche Fahrt

Der Geschichtsexkursionstag führte die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9bund c nach Prettin. Dort befindet sich ein ehemaliges Konzentrationslager, welches heute als Gedenkstätte zugänglich ist. Es erinnert an die mehr als zehntausend Menschen, die hier während der nationalsozialistischen Diktatur in den Jahren 1933 bis 1945  misshandelt und systematisch entrechtet wurden. Zu den Haftgruppen zählten unter anderem  Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuelle und Zeugen Jehovas. Im ehemaligen Werkstattflügel fand unser Projekttag statt. Die Spurensuche zu Beginn bot uns eine erste Möglichkeit, sich mit dem Gebäude vertraut zu machen. Der Bunker als Ort des verschärften Arrests wirkte auf viele Schüler erschreckend. In Arbeitsgruppen konnten wir zu ausgewählten Themen recherchieren und die Ergebnisse dann während einer Führung präsentieren. Mit vielen neu gewonnenen Eindrücken begaben wir uns auf den Rückweg. Wir haben nicht nur erfahren, wie ein KZ aufgebaut ist, sondern mit eigenen Augen sehen können, wie grausam das Leben der Menschen dort sein musste. Auf der Rücktour war zu spüren, dass es nicht nur ein informativer, sondern auch ein bewegender Tag gewesen war, da die Schüler noch lange über das Erlebte diskutierten.

Wir danken Frau Wittek für die Organisation des Tages - Klasse 9b

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Bilder in der Bildergalerie unten

Klassenstufe 10

Einmal durch die DDR

Am Mittwoch, den 06.04.2016, ging es mit dem Zug nach Leipzig. Dort verbrachten wir den Projekttag im Zeitgenössischen Forum und erkundeten die Ausstellung von den Anfängen bis zum Ende der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Vom 13. August 1961, dem Mauerbau, bis zum Mauerfall war alles dabei. Doch nicht nur das Museum stand auf dem Plan sondern auch noch ein wenig Freizeit. Dafür standen uns natürlich viele Möglichkeiten zur Verfügung.

Es war ein interessanter und auch hilfreicher Tag, der der Klasse 10a und 10b als Zusammenfassung des Geschichtsunterrichts diente.

Klassenstufe 11

Am Mittwoch, dem 6. April 2016, folgten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen den Spuren der Industrialisierung in Wittenberg, Piesteritz und Apollensdorf. Fast pünktlich trafen alle um 8 Uhr mit ihren Fahrrädern bei strahlendem Sonnenschein an der Schlosskirche ein. Nach einem informativen Vortrag von Herrn Pannicke und Frau Kerber, um uns in die Zeit des 19.Jahrhunderts hinein zu versetzen, ging es auch schon los. Unser erstes Ziel war der alte Bahnhof in Kleinwittenberg. Wir wurden gut über das historische Gebäude und die erste Schienenvernetzung von Wittenberg nach Coswig informiert. Weiter ging es über den Elbhafen zu Wikana und den alten Speicher. Über den Elberadweg passierten wir Wittol, ein ehemaliger Hersteller für Reinigungsmittel und Kerzen, und das alte Eisenwerk Joly und kamen schließlich am alten Elbhafen von Kleinwittenberg an. Wir konnten jedoch nicht lange die herrliche Aussicht genießen und folgten dem Radweg über die Elbwiesen. Dieser führte uns zum SKW und zum ehemaligen Gummiwerk in Piesteritz. Nach dieser Strecke führte uns Herr Pannicke zu einer abgelegenen Straße mit Blick auf die Elbwiesen. Dort machten wir erst einmal eine wohlverdiente Pause, um Kraft für den bevorstehenden Anstieg nach Apollensdorf-Nord zu sammeln. Doch die Pause währte leider nicht ewig und wir begannen mit dem Anstieg und trafen uns letztendlich bei einem Friedhof, der versteckt an einem entlegenen Waldweg liegt. Wir erfuhren, dass die Fremdarbeiter, die in den verschiedenen Industriezweigen arbeiteten, hier begraben wurden. Weiter ging es entlang des ehemaligen WASAG-Geländes zum alten Dorf Piesteritz. In Gesellschaft von ein paar Ziegen, die unseren Vorträgen aufmerksam lauschten, erfuhren wir etwas zur Gründung des sogenannten Universitätsdorfes Piesteritz. Über eine weitere Holperstraße erreichten wir den Friedhof von Wittenberg-West. Dort sahen wir das Mausoleum der Familie Joly und einen Obelisken, der an die Opfer des ersten Weltkriegs erinnert. Doch wir verweilten nicht lange und fuhren weiter über den Piesteritzbach zur Werkssiedlung. Da erfuhren wir, dass die Werkssiedlung für die Arbeiter des Stickstoffwerkes und ihre Familien gebaut wurde. Schließlich endete hier unsere Reise. Abschließend kann man also sagen, dass es ein schöner und lehrreicher Tag war und wir alle viel Spaß hatten.

Lisa Schulze, 11.Klasse

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Klassenstufe 12

GPT_2016_12_01Der  Projekttag an der Gedenkstätte Hohenschönhausen, im ehemaligen zur DDR gehörenden Teil der Stadt Berlin, bot am 06.04.2016 für die Schülerinnen und Schüler des LCG tiefere Einblicke in das Kapitel der einstigen Diktatur.

Der authentische Ort ist mit der 44jährigen Geschichte politischer Verfolgung in der SBZ (1945-1949) und der DDR (1949-1989) verknüpft. GPT_2016_12_03Während die sowjetische Besatzungsmacht nach dem Zweiten Weltkrieg hier das sogenannte Speziallager Nr. 3 errichtete, übernahm das Ministerium für Staatssicherheit ( MfS/Stasi) das Gebäude , erweiterte es und nutzte die Anlage von 1951 bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen.

Verdeckt vor den Augen der Öffentlichkeit und doch mitten in einem Wohngebiet war dieser Ort eine zentrale Leitstelle kommunistischer Repression in der DDR.

GPT_2016_12_02In drei interessanten Führungen durch Zeitzeugen, die teilweise selbst an diesem Ort inhaftiert waren, wurde auf zahlreiche Schicksale an konkreten Stationen eingegangen. Während in den Anfangsjahren noch körperliche Züchtigung als Strafe diente, war es in den 70er Jahren vor allem der psychische Druck, an dem Menschen, die ihr Recht auf Freiheit verwirklichen wollten oder ungewollt ins Fadenkreuz der Stasi gelangten, zerbrechen konnten. Die Ausstellung „Inhaftiert in Hohenschönhausen Zeugnisse politischer Verfolgung“ bot im Anschluss an die Führung die Möglichkeit, Einzelschicksale zu vertiefen. Mit Sicherheit werden diese Eindrücke nachwirken und zu Diskussionen anregen. Für einige von uns eröffnete dieser Tag eine neue Perspektive auf die Zeitgeschichte.


"Grenzerfahrungen" - gesammelt während des deutsch-deutschen Schülerseminars in Mödlareuth

Die wenigen Tage dieser Geschichtsexkursion rund um das Thema DDR/Grenze/Ost- und Westdeutschland vergingen wie im Fluge. Durch die Zeit, in der Deutschland in Ost und West geteilt war, wurden viele gute wie schlechte Eindrücke in den Köpfen von uns Nachfahren der DDR-Bürger hervorgerufen, die wir in der heutigen Zeit uns kaum vorstellen können.  Die Diktatur, die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland und die einzelnen Schicksale, wie Fluchten in den Westen, sind nur ein paar wenige wichtige Themen dieser Zeitspanne. All dies durften wir, die Schülergruppen des Lucas-Cranach-Gymnasiums und des Matthias-Grünewald-Gymnasiums hautnah erleben. Die Schüler der beiden Schulen verstanden sich nach dem Ablegen der ersten Schüchternheit immer besser und es entstanden langsam schon die ersten Freundschaften.

Unser Hotel war zweckmäßig, aber völlig ausreichend; dieser Standard war dem Essen meist ebenfalls vergönnt, bloß das Abendessen traf nicht immer die Geschmäcker jedes einzelnen Schülers. Unser Programm war immer gut gefüllt sowie straff organisiert, so verging die Zeit im Eiltempo.

Am Montag kamen wir zuerst mit dem Zug in Hof an und reisten von dort mit dem Bus des Würzburger Gymnasiums zu unserer Übernachtungsgelegenheit in Rudolphstein. Noch am selben Tag fuhren wir nach Mödlareuth, einem von zwanzig Dörfern und Städten, die durch die innerdeutsche Grenze zweigeteilt worden waren. Dort besichtigten wir das allgemeingültige Schema der Grenzanlagen in der DDR und wir bekamen einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung dieses Grenzabschnittes. Durch die gemeinsamen Aktionen am darauffolgenden Tag, wie die Präsentationen an den verschiedenen Fluchtversuchsorten der jeweiligen Personen oder dem Besuch im Museum für die Stadtgeschichte von Hirschberg, fühlten wir uns der Vergangenheit noch näher. Besonders eindrucksvoll war ein Zeitzeuge, der über sein Leben vor und nach der Flucht in den Westen erzählte. Vorher sprach Uwe Hillmer von dem Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin über die versteckten und immens hohen Kosten des DDR-Staates und somit auch über die Wirtschafts- und Politikprobleme der deutsch demokratischen Republik. Zuvor besuchten wir die ehemalige Lederfabrik in Hirschberg und das heutige Museum für Gerberei und Stadtgeschichte. Dort konnten wir zuerst eine kurze Sequenz eines Interviews an dem Grenzzaun von Hirschberg beobachten, in dem das erste Mal auch die Bewohner des Dorfes ihre Meinung kundtun konnten. Darüber hinaus wurden auch NVA- Grenzsoldaten zu deren Leben an der Grenze befragt. Dieses Interview wurde von einem westdeutschen Fernsehteam geführt und fing die unsichere Stimmung der dort lebenden Bevölkerung ein.In einem weiteren Film trat als  Zeitzeuge der Bürgermeister von Hirschberg auf.  Bevor wir die Heimreise antraten, wurde uns noch der Film „Es gibt kein Niemandsland“ präsentiert und wir trugen gemeinsam mit unseren Lehrern zusammen, wie wir die erlebten Impressionen empfanden.

Nach diesen drei spannenden und geschichtsreichen Tagen nehmen wir vieles von der Geschichte und der Entwicklung des DDR-Staates,in dem die meisten unserer Eltern aufgewachsen sind, mit. Erstaunt hat uns insbesondere, wie viel Geld der Staat DDR für seine Grenzanlagen ausgab und wie er die Menschen mit der Mangelwirtschaft allein ließ.


Die schwierige Einheit

Schüler des Lucas-Cranach-Gymnasiums nahmen am Helmstedter Symposium für Zeitgeschichte teil

Helmstaedt2015

"Zeitgeschichte - ist Geschichte die noch qualmt" hatte die Historikerin Barbara Tuchman einmal angemerkt. Dies war auf den 21. Helmstedter Universitätstagen am vergangenen Wochenende allerorts zu spüren und zu hören gewesen. Der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr. Martin Sabrow (Potsdam/Berlin), hatte erneut eine exzellente Auswahl an Referenten zu diesem Thema vereint und nach Helmstedt geladen (www.universitaetstage.de). Unter der obigen Themenstellung wurden unterschiedlichste Facetten des Vereinigungsprozesses aufgegriffen und erörtert. Die Palette reichte von "Vereinigung oder Anschluss?", "Wendekinder - eine Generation Deutsche Einheit?" über die Debatte zum Unrechtsstaat DDR bis hin zu einer Diskussionsrunde "Vereint - aber nicht vereinigt?" an der Bürgerrechtler, Zeithistoriker und der letzte DDR-Ministerpräsident Dr. Lothar de Maizière teilnahmen.

Zeitgleich zu dieser fachwissenschaftlichen Tagung der Historiker findet seit einem Jahrzehnt ein Schülerseminar statt, dass sich in gelebter Art und Weise Fragen des Vereinigungsprozesses stellt. Das Besondere daran ist, dass an mehreren Tagen hier Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam zeithistorische Aspekte untersuchen und mit Historikern bzw. Zeitzeugen erörtern. Dieses, von der Stadt Helmstedt und dem Verein Grenzenlos e.V., initiierte Projekt hat über die Ländergrenzen hinaus bereits Würdigung erfahren. Im vergangenen Jahr gestalteten die Teilnehmer des Schülerseminars den kulturellen Hauptbeitrag im Ra

hmen des Staatsaktes der beiden Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am 9. November im Juleum, der ehemaligen Universität Helmstedts.

Seit nun bereits acht Jahren bestehen seitens des Lucas-Cranach-Gymnasiums die Kontakte nach Helmstedt. Die Helmstedter Universitätstage sind zu einem festen Bestandteil als Angebot für Schülerinnen und Schüler zur Vertiefung zeithistorischer Fragestellungen geworden.

Den Auftakt gab es in diesem Jahr am Donnerstagabend mit einer Filmvorführung zum Fall des DDR-Fußballers Lutz Eigendorf, der unter mysteriösen Umständen nach seiner Flucht in die BRD ums Leben kam. Unmittelbar im Anschluss gab es eine bewegte Diskussion mit dem Regisseur, ehemaligen Mitspielern, dem Trainer und den anwesenden Schülern und Zuschauern.

Der Freitag stand hingegen ganz im Zeichen der Wirkungen der innerdeutschen Grenze auf die Bewohner der beiden deutschen Staaten. An den historischen Orten der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn sowie dem Grenzdenkmal Hötensleben konnten die Stätten und Spuren der deutsch-deutschen Teilung augenscheinlich wahrgenommen werden. Ein Rundgang im Zonengrenzmuseum vertiefte die Aspekte der Trennung und führte die Folgen für die Bewohner des grenznahen Raumes vor Augen.

Ausgestattet mit diesen Eindrücken gab es im Anschluss eine intensiv geführte Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Lothar Probst (Bremen) zum Themenbereich Generation "Wendekinder". Zwar gehörten die Schülerinnen und Schüler nicht in diese Alterskohorte (1975-1985), die eine doppelte Sozialisation erfahren hatten. Auf ihre Eltern hingegen dürfte diese Kennzeichnung ausnahmslos zutreffen. So ergaben sich aus der Gesprächsrunde viele Impulse und Fragen, die erst nach der Rückkehr im familiären Kreis durchaus zum Thema werden könnten. Darauf konnte nach ersten Aussagen der Schülerinnen und Schüler geschlossen werden.

Die Gegebenheiten der ehemaligen Grenzstadt Helmstedt, an der Nahtstelle zwischen Ost und West, wurden in einem Stadtrundgang gemeinsam erkundet.

Der Samstag bestand dann in einem "Schnupperkurs" universitärer Bildung. Die Schülerinnen und Schüler besuchten gemeinsam mehrere Vorträge und erlebten sehr lebhaft geführte Diskussionen mit konträren Standpunkten im Juleum. Dabei standen die materiellen Kosten und sozialen Folgen des Vereinigungsprozesses (PD Dr. Winfried Süß), die Illusion eines zweiten Wirtschaftswunders nach 1990 (Prof. Dr. Werner Abelshauser) im Zentrum, ehe abschließend "ihr" Professor zur Generation "Wendekinder" referierte.

Beladen mit vielen neuen Eindrücken und Kontakten wurde dann die Heimreise angetreten. Die gewonnenen Erkenntnisse und Fragen zur Zeitgeschichte werden nicht nur im Unterricht Gegenstand sein. Der Prozess der deutschen Einheit ist noch lange nicht abgeschlossen und wird auch noch künftige Generationen begleiten. Um eine Zwischenbilanz nach 25 Jahren zu ziehen, boten die Helmstedter Universtätstage erneut allen Anwesenden eine fundierte Plattform.

Kurt Fuchs (Lucas-Cranach-Gymnasium)

Breitscheidstr. 37

06886 Lutherstadt Wittenberg
k.fuchs@lucas-cranach-gymnasium.de
03491/407200

  • Bild (Fuchs privat): Teilnehmer des LCG vor dem Juleum in Helmstedt

Universitätstage in Helmstedt

Vom 24.09. bis 26.09.2015 beteiligten wir, drei Schüler der 10. Klasse und sechs Schülerinnen der 11. Klasse, uns am Schülerseminar in Helmstedt im Rahmen der Universitätstage. Untergebracht und versorgt wurden wir während unseres Aufenthalts im Kloster Ludgerus.

Das anstrengende Programm begann nach der Ankunft mit der Möglichkeit, sich mit den Schülergruppen der zwei Helmstedter Gymnasien (Niedersachsen) und des Haldensleber Gymnasiums (Sachsen- Anhalt) auszutauschen. Am Abend besuchten wir dann gemeinsam den Dokumentarfilm „Tod dem Verräter“ über den Fußballer Lutz Eigendorf, der nach seiner Flucht in den Westen auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Es folgte eine hitzige Diskussionsrunde zwischen dem ehemaligen Trainer, Torwart und Mannschaftsarzt von Eigendorf, sowie dem Autor des Filmes, Heribert Schwan und dem Publikum.

Am nächsten Morgen besuchten wir das Grenzmuseum in Helmstedt mit anschließender „Grenzenlos- Tour“ an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entlang und besichtigten den „Checkpoint Marienborn“. Vor Ort konnten wir sehen, wie von 1975 bis 1989 die aufwendige Ein- und Ausreise der BRD- Bürger in die DDR verlief. Am Nachmittag trafen sich alle vier Schülergruppen zur Gesprächsrunde mit Prof. Probst. Dabei wurde über die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands diskutiert, aber auch über die aktuellen politischen Probleme, z.B. die Flüchtlingspolitik.

Um die Stadt kennenzulernen, wurden wir am frühen Abend durch die Helmstedter Altstadt und auf den Universitätsturm geführt. Den Tag ließen alle Schüler zusammen im „Pferdestall“, ein von Schülern ins Leben gerufenes Jugendcafé, ausklingen. Bevor wir am Samstag abreisten, nahmen wir noch an zwei Vorlesungen der Helmstedter Universitätstage zum Thema „Schwierige Einheit“ teil.

Die drei Tage bilanzierend können wir sagen, dass der Film „Tod dem Verräter“ einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, weil eine endgültige Klärung des Falles offen bleibt und er wohl nie gelöst wird. Die Vorlesungen am Abreisetag waren für uns Schüler kaum zu verstehen, da wir nicht das entsprechende Hintergrundwissen, insbesondere im Bereich der Wirtschaftsgeschichte, besitzen. Dagegen war die Diskussionsrunde mit Prof. Probst sehr aufschlussreich und wurde von allen Schülern sehr gut aufgenommen und verfolgt.

Luisa Rudloff, Franziska Scheffel, Heidi Kammacher, Tia Kölling, Anne-Christin Sarnow0


Projekttag Geschichte - Klassen 5

Am 15. April 2015 führten die fünften Klassen ein Geschichtsprojekt zum Thema „Unser Schulumfeld – die Piesteritzer Werkssiedlung“ durch. Als Erstes trafen wir uns um 7.30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss führten uns Herr Mörbt und Herr Sommer durch die Werkssiedlung. Dann sind wir selber auf Spurensuche gegangen und haben einen Aufgabenzettel ausgefüllt. Wieder in der Schule malten wir eines der Häuser. Ein lehrreicher Tag!

Joranka Gronert, Klasse 5a

Die mittelalterliche Stadt Wittenberg - Klasse 6

Am 15.04.2015 war es wieder soweit. Passend zum Geschichtsunterricht führten wir unseren Projekttag zu dem Thema „Die mittelalterliche Stadt Wittenberg“ durch.

In der Altstadt von Wittenberg waren wir z.B. auf Spurensuche nach Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, stellten zeichnerisch typische Bürgerhausgiebel dar und besuchten das Stadtmuseum. Dort erhielten wir eine Führung und lösten mit Hilfe des Stadtmodells verschiedene Aufgaben.

Dieser Tag war sehr interessant. Wir freuen uns schon jetzt auf den Projekttag im nächsten Jahr.

Jan-Niklas Seifert, Klasse 6d

Lichtenburg Prettin - Die wahre Seite des Nationalsozialismus - Klasse 9

Am 14. April 2015 waren die Klassen 9a und 9b, am 15. April 2015 die Klassen 9c und 10b in der Gedenkstätte Lichtenburg Prettin. Direkt nach der Ankunft wurden wir von Frau  Wittek  und  Frau Jannsen  herzlich  empfangen.  Nach  einem  kurzen PrettinEinführungsgespräch,  in  welchem  wir  unsere  Vorkenntnisse  und  Erwartungen  an diesen Tag präsentierten, hatten wir Zeit, um uns einen Eindruck über die Gedenkstätte zu  verschaffen.  Interessiert  erkundeten  wir  den  Bunker,  in  dem  viele  Gefangene psychisch in den Abgrund getrieben und schikaniert wurden. Zudem war es nicht nur ein seltsames Gefühl, über ein Gelände zu laufen, auf welchem Tausende gequält und verprügelt wurden, sondern auch eine interessante Erfahrung, die einem zeigte, dass „Konzentrationslager“ nicht nur Vergasung bzw. Verbrennung bedeuten. Darauf folgte dann  die  Erarbeitung  von  Themen  in  einzelnen  Gruppen,  wobei  sich  dann  eine ausführliche Führung beispielsweise durch die Schlafräume anschloss.  Gefördert wurde dieses Projekt von der Landeszentrale für politische Bildung LSA. Wir möchten  uns  bei  Frau  B. Wittek  und  der  Gedenkstätte  Lichtenburg  in  Prettin, einschließlich ihrer Mitarbeiter, recht herzlich für diesen Tag bedanken.

Tom Gaertner

Auf den Spuren der Friedlichen Revolution 1989 durch Leipzig - Klasse 10

Am Dienstag, dem 14. April 2015, unternahmen wir eine Exkursion nach Leipzig. Dort wurden wir gleich von  einem Stadtführer empfangen, der uns an die Schauplätze der Friedlichen Revolution von 1989 führte. An der Nikolaikirche begann unsere abwechslungsreiche und anschaulich gestaltete Führung durch die Leipziger Innenstadt. Beeindruckt waren wir von den weißen Kacheln auf demLeipzig Kirchplatz, der Säule vor der Kirche und der in den Boden eingelassenen Platte mit Fußabdrücken von Groß und Klein, die an die Ereignisse des Revolutionsjahres erinnern. Wir sahen die wieder aufgebaute Paulinenkirche und die nachgebildeten Spuren von Panzerketten, die auf geschehenes Unrecht in der ehemaligen DDR verweisen.

Nach dem Stadtrundgang begann der interessanteste Teil des Tages. Wir besichtigen die „Runde Ecke“, die ehemalige Bezirksverwaltung für Staatssicherheit. Heute dient dieses Gebäude als Museum, in dem über die Machenschaften der Staatssicherheit, z.B. Postkontrolle, Wanzen, vertuschte Morde oder Aktenvernichtung, berichtet wird.

Klasse 10c

Tagesexkursion zur Industrialisierung Wittenbergs - Klasse 11

Am Dienstag, 14.04.2015, unternahmen die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 11 des Lucas Cranach Gymnasiums eine Fahrradtour mit dem Thema: „Die Industrialisierung Wittenbergs und ihre Spuren heute“. Mithilfe zuhause angefertigter Kurzvorträge über verschiedene Standorte wurden die Mitschüler entlang eines 22 km Rundkurses über Stationen und Phasen der regionalen Wirtschaftsentwicklung, ihre Ursachen und Folgen für die Stadt Wittenberg informiert. Den Auftakt gab es um 8:00 Uhr an der Schlosskirche, wo allgemeine Standortfaktoren, wie Elbefurt, Befestigung und Handelsstraßenkreuzung den Auf- und Ausbau einer slawischen Siedlungsstätte mit Hilfe flämischer Einwanderer bis hin zu einer sächsischen Residenzstadt mit Kurwürde herausgestellt wurden. Das Stadtrecht (1293) und Marktrecht (1354) waren bis zur Reformation weitere Schritte für die Gewerbeentwicklung der Ackerbürgerstadt Wittenberg. Mit dem Ausbau Wittenbergs zu einer Festungsstadt (16. Jhd.) stockte die Entwicklung der Wirtschaft Wittenbergs bis zur Entfestigung (1873). Die nachholende Industrialisierung ging mit dem Ausbau der Eisenbahn und des Elbhafens einher. Der alte Bahnhof von Wittenberg (1841), einer der ältesten erhaltenen Bahnhöfe in Deutschland überhaupt und an einer der ersten Fernstrecken (Berlin-Wittenberg-Köthen) gelegen, sowie der Elbhafen (1875-1879) mit Hafenbahn (1888) gaben entscheidende Impulse für eine Lückenbebauung zwischen Innenstadt und Kleinwittenberg. Thompson’s Seifenpulverfabrik (1890); das Eisenwerk Joly (Treppenbauspezialist; 1889) , heute u.a. OBI, und schließlich die Kant Chokoladenfabrik (1906), heute WIKANA, belegen dies. Weiter den Elberadweg fahrend durch den nach 1813 gegründeten Fischer- und Schifferort Kleinwittenberg am Klärwerk vorbei ging es bis zur den Stickstoffwerken Piesteritz (SKW), die aktuell ihr 100jähriges Jubiläum begehen. Zu den Firmen der neuen Leitindustrie Chemie gehörte zudem ein Farbenwerk und das Gummiwerk (1900). Am Standort Apollensdorf wurde die Verknüpfung des Dorfes mit der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus verdeutlicht. Neben einem Strafgefangenenlager gab es zudem einen umfänglichen Komplex für Fremdarbeiter. Von dort aus fuhren die Schüler weiter nach Apollensdorf-Nord, einem im Zuge mit der WASAG (1894), entstandener Industriesiedlung. Dort wurde die Begräbnisstätte für die Opfer der Zwangsarbeit aufgesucht. Zudem wurden die ehemaligen Verwaltungsgebäude, später Krankenhaus und heute Liegenschaft von „Neudeutschland“ in Augenschein genommen. Die Hinterlassenschaften des größten deutschen Sprengmittelherstellers WASAG, der nach 1918 zum IG Farben-Konzern gehörte, erhielten 1935 durch ein schweres Explosionsunglück traurige Berühmtheit. Über Reinsdorf und Dobien ging es in das Zentrum des alten Dorfes Piesteritz, das als Reihen und Straßendorf zwischen Bahnlinie und Schmetterlingspark heute noch deutlich dörfliche Strukturen erkennen lässt. An den Standort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers des I. Weltkrieges in Kleinwittenberg erinnert heute noch ein Obelisk auf dem Friedhof. Schlussendlich endete die Radtour gegen 13:30 Uhr an der Katholischen Kirche in der Werkssiedlung Piesteritz, die im Zuge des Stickstoffwerkes ab 1917 bis in die 1920er Jahre errichtet wurde. Am Ende der Tour war zwar bei einigen Teilnehmern sprichwörtlich „die Luft raus“. Tatsächlich geschah dies auf der ansonsten unfallfreien Fahrt bei bestem Radelwetter nur in einem einzigen Fall.

K. Fuchs

Gefangen in Hohenschönhausen - Klasse 12

Der Titel der Dauerausstellung in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit, im Volksmund Stasi genannt, ist gleichzeitig auch Thema für den bereits zur Tradition gewordenen Geschichtsexkursionstag der Schüler aus Klasse 12.
Inmitten idyllischer Einfamilienhäuser thront der heute noch bei ehemaligen Häftlingen Furcht  erregende Kolloss. Wir fragten uns, was hinter den fast normal wirkenden Mauern der Gebäudekomplexe in den Jahren von 1951 bis 1989 passiert ist und trafen auf zwei Zeitzeugen, die in beeindruckender Art ihre Geschichte während eines zweistündigen Rundganges erzählten. Jorge Garcia Vazquez, gebürtiger Kubaner, kam 1980 nach Deutschland, um als Übersetzer zu arbeiten. 1987 geriet er ins Visier der Stasi.
Ebenso interessant die Biografie von Wolfgang Warnke. Der in West-Berlin lebende Einzelhandelskaufmann wurde bei einer Fluchthilfeaktion an der bulgarischen Grenze geschnappt und als Teil einer „kriminellen Menschenhändlerbande“ von der Stasi ins Zentralgefängnis nach Sofia übergeben. Später erfuhr er, dass er bereits seit längerem in Westberlin von IMs (Informellen Mitarbeitern) überwacht wurde.
In der Ausstellung erfahren wir von weiteren Schicksalen.
Die Führungen waren sehr informativ und vor allem realitätsnah, da die Zeitzeugen aus ihrer Sicht berichteten und das Erzählte auch tatsächlich erlebt haben. Für viele war es sehr interessant, einen authentischen Bericht über das zum Teil rigorose Vorgehen der Stasi zu bekommen. Die sehr unterschiedlichen Biografien verdeutlichen, dass die Stasi weltweit agierte und dass auch Bundesbürger oder Menschen aus dem Ausland nicht vor ihren Machenschaften sicher waren.
Bei der anschließenden Projektarbeit wurden noch einmal einige Aspekte der DDR-Geschichte beleuchtet, was jedoch insgesamt eher einer Wiederholung der Unterrichtsinhalte entsprach und deshalb nicht unbedingt nötig gewesen wäre.
Trotz einiger Kritikpunkte kann der Tag durchaus als informative und empathische Bereicherung betrachtet werden.