LUCAS-CRANACH-GYMNASIUM

Ein weiteres Jubiläum

„Mit der Musik ist es wie mit dem Eis essen; es schmeckt dir, also willst du immer mehr davon“

Auch in diesem mit so viel Jubiläen angereichertem leistete die Fachschaft Russisch ihren Beitrag. Nun schon zum 10. Mal folgte das weißrussische Tanz- Ensemble ALEXIS der Einladung Frau Sygneckas, welche die Verbindung zur Deutsch – Russländischen Gesellschaft aufrechterhält, an das LCG.

15 junge Menschen (15 bis 26 Jahre) aus Weißrussland boten am 06.10.2009 in der 4. +5. Stunde den 6. und 10.Klassen, sowie den Russischschülern ihr Talent. Dieses besteht aus Tanz und Gesang. Der Gesang war ein Mix aus Tradition und Moderne, z.B.: Pop mit der traditionellen russischen Stimmen, begleitet von Hip-Hop Gesang. In der Kategorie Tanz zeigten sich unsere Gäste sehr abwechslungsreich, aber vor allem kostümgewandt. Es zeigte sich. Dass Hr. Wehmeier, welcher selber schon in unserer Turnhalle Sport hatte, Recht behielt: die Weißrussen drücken mit ihrem Tanz und Gesang ihre Tradition und Geschichte, ihre Mentalität und ihre sozialen Probleme aus.

 

Eröffnet wurde die Show aber von den 6.Klassen. Sie begrüßten die Gäste mit dem russischen Lied „Katjuscha“. Wir sahen teilweise bekannte Darbietungen, aber auch Neues. Abgeschlossen wurde der Auftritt traditionell mit dem Lied (zu welchem natürlich auch getanzt wurde) „eto moi dom“> „das ist mein Zuhause“, eine Lobeshymne auf ihre Heimatstadt Mozyr. Dann überreichten die Künstler uns Gastgeschenke (DVD, Poster, Bücher,…). Wir hingegen überrieichten einen großen Karton mit Spezialitäten aus Wikana, den uns die Geschäftsleitung gesponsert hatte. Aber das war nicht alles. Es ist Tradition, dass die Weißrussen mit den Russischschülern unserer Schule nach der Show sich beim gemeinsamen Essen, welches von den Schüler gestiftet und er Fleischerei Hess unterstütz t wurde, ins Gespräch kommen. Da dieser Part die letzten Jahre etwas durcheinander war, wollte man es dieses Jahr perfekt machen. Und doch kam alles anders als erwartet. Die Künstler im Raum 226 und die Russischschüler im Raum 225. Trotz dieser Umstände erfuhren wir im anschließenden Gespräch viel über Freizeit, Jugendleben u.ä. der Weißrussen. Sie meinten, dass Wittenberg für sie schon fast so etwas wie eine Heimatstadt sei und, dass sie besonders die alte Kultur mochten, welche sie ja so nicht kennen. Nach dem Gespräch wussten auch diejenigen, die es nie und auch jetzt nicht zugegeben wollten: So anders sind sie gar nicht, die Russen!

Die älteren Russischschüler freuen sich schon auf Pfingsten, wenn sie die Gäste in ihrer Heimat besuchen fahren! (17. Jugendfahrt organisiert von der Deutsch- Russländischen Gesellschaft)