LUCAS-CRANACH-GYMNASIUM

 

Sie suchen ehemalige Schüler?

Der Info-Kurs 12/13 (2007) hat jetzt selbst eine Datenbank für unsere Ehemaligen programmiert. Das ist natürlich noch eine Beta-Version, sollte aber eigentlich schon funktionieren.
Vorteil: Im Gegensatz zu Stayfriends, Passado u.ä.  haben Sie jetzt die Möglichkeit, direkt Kontakt mit einem Ehemaligen auf zu nehmen (keine Kosten, keine Anmeldung u.s.w.).

Wenn es Komplikationen geben sollte, bitte melden unter: post@lucas-cranach-gymnasium.de

Es versteht sich von selbst, das wir keinerlei Daten weitergeben werden, die Email-Adressen dienen einzig und allein der Kontaktpflege! 

Wir werden natürlich weiter daran arbeiten (Design u.ä.), Hinweise bitte ebenfalls an oben genannte Adresse.

neu in Beta 2-Version:

  • Login (mit Bestätigungsmail)
  • Hochladen von Bildern ist möglich

Jetzt Eintragen (über 140 Ehemalige)

(Diese Datenbank wurde im Rahmen einer Facharbeit erstellt von Thomas Schulze)

 Die Schulentwicklung in Piesteritz

Die Schulen in Piesteritz und in Kleinwittenberg hatten eine schnelle Entwicklung Studenten und Mönche hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den piesteritzer Kindern Lesen, Rechnen und Schreiben beizubringen. In der Dobiener Schule musste jedes Kind wöchentlich 6 Pfennig für den Schulunterricht bezahlen. Zu dieser Schule kamen die Kinder selbst aus weiter entfernten Orten. 1820 bildeten Piesteritz, Klein-Wittenberg und Rothemark einen Schulverband und eröffneten eine gemeinsame Schule in Klein-Wittenberg, in der es anfangs nur eine Klasse gab. Diese Schulgemeinschaft wurde Ende 1902 aufgehoben. Im November 1902 trafen sich die Hausväter in Klein-Wittenberg zu einer Versammlung, in der sie berieten, was mit dem bisherigen Schulverband werden sollte. In Piesteritz bestand der Wunsch nach einer eigenen Schule. Die Verhandlungspunkte waren:

unsere Schule auf alten Ansichtskarten:

     

  1. Trennung des Schulverbandes

  2. Erweiterung des Schulsystems zum 1. April 1903

  3. Vorlage des Entwurfes für eine Schule in Piesteritz

  4. Herbeiführen eines Beschlusses der Hausväter zur Annahme des Entwurfes

Piesteritz sollte eine eigene Schule bekommen. Für diese Schule waren vier Klassen und Wohnungen für die Lehrer vorgesehen. Aus den vier Klassen wurden sechs Klassen , weil die Kinderzahl ständig anstieg. Diese Schule ist die heutige Friedrich-Engels-Schule.

Der Bau des Piesteritzer Rathauses

Am 18. Februar 1925 beschloss die Gemeindevertretung von Piesteritz den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes. Mit freundlicher Unterstützung des Herrn Baurat Janisch gelang es, den Städtebauer, Architekten und Schöpfer der Wohnsiedlung der Stickstoffwerke, Otto Rudolf Salvisberg aus Berlin, für die Ausarbeitung des neuen Projektes zu gewinnen. Dieses sah die Einrichtung von 16 kleineren und größeren Wohnungen vor und fand allgemeinen Beifall. So war die Möglichkeit gegeben, dass man für alle Zeiten genügend Räume für die Verwaltung zur Verfügung haben würde. Am 23. Mai 1925 stimmt die Gemeindevertretung diesem Plan einstimmig zu, und es konnte mit der Ausführung begonnen werden. Die Bauleitung lag in der Hand des Architekten Walter Wardsack. Durchschnittlich waren 100 Handwerker und Arbeiter beschäftigt. Am 17. Oktober konnte das Richtfest gefeiert  werden, bezogen wurde das Rathaus am 29. November 1926. Es enthielt im Mittelbau und im Erdgeschoss die hauswirtschaftliche Berufsschule. Im 1. Stock gab es 11 Räume für die einzelnen Zweige der Verwaltung der Gemeinde- und Amtsbehörden. Im 2. Stock war der Konferenzsaal mit Garderoben- und Zuhörerraum, die Volksbibliothek, Beratungsräume für die Fraktionen und das Wohlfahrtsamt. Im 3. Stock befanden sich 3 Wohnungen und im Dachgeschoss gab es eine Waschküche und den Aufgang zum Turm. Der Turm ist rechteckig und die Spitze verziert eine Kugel mit Armen für die Himmelsrichtungen. Um den Turm verläuft eine Galerie von der man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat. Die Aufbringung der Geldmittel bereitete der Gemeinde große Schwierigkeiten. Infolge der hereinbrechenden Wirtschaftskrise stockte auch die Steuerzahlung und die Arbeiten konnten nur langsam gefördert werden. Umso größer ist der Verdienst des Gemeindevorstandes, gerade in dieser schweren Zeit eine solchen Bau zu Ende geführt zu haben.

Das Rathaus wird Schule

Nachdem 1949 die Schule gegründet worden war, wurde Piesteritz 1951 Wittenberg eingemeindet. Das Rathaus hatte demzufolge keine Funktion und wurde deshalb zum Schulgebäude umgewandelt. Trotz des neu eingegliederten Gebäudes herrschte immer noch Platzmangel. Ein Umbau war nötig! Man begann 1952 mit dem Ausbau des Westflügels und 1953 mit dem des Ostflügels. Endlich konnten Zeichen- und Werkräume eingerichtet werden. Eine ehemalige Lehrerin erinnert sich: „Am 1. September 1951 trat ich meine Lehrstelle an der ‚Oberschule im Aufbau’ in Piesteritz an. Die Schule bestand bereits zwei Jahre, wenn auch die Räume noch nicht bezogen werden konnten. Der Unterricht fand damals in der Friedrich-Engels-Schule statt. Es gab nur 9. und 10. Klassen, daher der Name ‚Oberschule im  Aufbau’. Im Schuljahr 1951/52 hatten wir schon zwei 11. Klassen, eine vor allem aus Piesteritzer Schülern bestehende und eine von der Melanchthon-Schule in Wittenberg mit auswärtigen Schülern meist aus Jessen und Elster. Nun war außerdem neu, dass wir von nun an unsere eigenen Klassenräume im ehemaligen Rathaus beziehen konnten. Doch es fehlte noch ein passender Name!!! Da erinnerte man sich an die historische Bedeutung von Lucas Cranach d. Ä. und nannte die Schule seit dem 14. Oktober 1953 „Lucas-Cranach-Oberschule“. Noch im selben Jahr wurde die erste Reifeprüfung abgelegt.“  

 

Kollegium_1952.JPG (161532 Byte)   Namensgebung.JPG (144682 Byte)   Kollegium_1966.JPG (173514 Byte)

Das Lehrerkollegium 1966

Frau Krahl                      

Herr Czichy

Frau Melzer                   

Herr Klose

Herr Barnowski              

Herr König

Herr Bohnert                   

Herr Liebig

Herr Dr. Lange               

Herr Meier

Herr Galle                       

Herr Sens

Herr Grasenack             

Herr Thies

 

Die Mädchenschule und Goethe-Oberschule sowie spätere EOS "Lucas Cranach" (ab 1949)

 

Die spätere Goethe-Oberschule ist heute das Haus II des Lucas-Cranach-Gymnasiums.       

1929

Neubau der Mädchenschule

1930

Es durfte keine Klasse unter 30 Schülern gebildet werden. Sitzenbleiber im Schnitt: 30

1937

Einführung des Luftschutzalarms und des Fachs Familienkunde

1938

Pflicht zur Aufstellung von Ahnentafeln für Lehrer und Schüler

1939

Mobilmachungsbefehl; die Schule erhält 500 Pflanzen und den Befehl zur Seidenraupenproduktion

1940

Durchführung von zehn Luftschutzübungen, Ferienordnung: 11 Tage Kriegsferien, 40 Tage Kohleferien (22 Tage im Februar und 18 Tage im März)

1945

Am 11. Oktober, so ist die Kunde leitet Altlehrerin Hedwig Butzmann (Kassel) die Schule und gab folgende Weisungen aus:

  • energischer Kampf gegen Seuchen beginnt (Thyphus, Blutruhr, Fleckfieber)

  • Kampf gegen Flöhe, Wanzen und Läuse mit Hilfe der Eltern

  • vorwiegend ist die sofortige Bildung von Seuchenbekämpfungstrupps in der Schule

1949

Auf Beschluss der Gemeindevertretung erhält die Schule den Namen „Goethe- Schule“. Bürgermeister Hans Lorbeer zeichnet in der großen öffentlichen Feier das Lebensbild des großen Dichters und deutschen Humanisten. Er übergab die Urkunde Dr. Lange

Das alte Rathaus wird Oberschule Wittenberg-Piesteritz

1951

Gliederung von 885 Schülerinnen in 22 Klassen. Sie werden in 16 Klassenräumen und 4 Fachräumen durch 23 Lehrkräfte unterrichtet. (Goethe Schule)

1953

14. Oktober 15.00 Uhr Feierstunde zur Verleihung des Namens "Lucas-Cranach-Oberschule"

1955

Patenschaftsvertrag mit dem VEB Stickstoffwerk

1973

Ausbau des Norddaches zum Zeichensaal

1975

Bau der neuen Kohleheizungs-Anlage mit Vorratsschuppen für alle drei Schulen  im Ort

1983

erste Erneuerung des Außenputzes der Westseite

 

  

Lucas-Cranach-Gymnasium

1991

Zusammenschluss der Goetheschule mit der Lucas-Cranach-Oberschule zum Lucas-Cranach-Gymnasium

2002

erste Schüler des Gymnasiums Coswig am LCG

07.2003

Frau Rühmigen (Schulleiterin seit 1991) tritt in den Ruhestand

20.10.2003

Herr Ludlei wird als neuer Schulleiter eingesetzt und tritt seinen Dienst an

09. 07. 2008

Herr Dr. Gebert (stellv. Schulleiter seit 1991) tritt in den Ruhestand

Sommer/Herbst 2009

Renovierung Haus I und der Aula

17. 12. 2009

Weihnachtsprogramm erstmals in der Christuskirche

 Kollegium_1992 Kollegium 1993 Kollegium 2003 Lehrerfoto_2005-04-15.JPG (86154 Byte) Kolegium 2008